1977 → heute

64 Kilobyte.
Unendlich viel Phantasie.

Der C64 steht nicht allein. Seine Geschichte beginnt bei PET und VIC-20, verzweigt sich in C16, Plus/4 und C128 und reicht heute bis zu Emulatoren, FPGA-Rechnern und dem verwirklichten C65-Nachfolger MEGA65.

Produktionszeiträume historischer Geräte sind teilweise nur ungefähr belegt. „Heute“ bezeichnet ein im Juli 2026 aktives Projekt oder auffindbares Angebot.

Kategorien

1977

Commodore PET

Läuft auf: MOS 6502 · integrierter Monitor · BASIC im ROM

Der PET etablierte Commodore als Computerhersteller. Seine 6502-Architektur, BASIC-Tradition und Peripherie bilden den Stammbaum, aus dem VIC-20 und C64 hervorgingen.

MenschenChuck PeddleJack Tramiel

Erwerbbar1977–ca. 1982

Commodore-Produktübersicht

1980

VIC-20 / VC-20

Läuft auf: MOS 6502 · VIC-Grafik · 5 KB RAM

Commodores erster massenhaft erfolgreicher Farb-Heimcomputer. In Deutschland hieß er VC-20; Gehäuse, BASIC und viele Anschlüsse weisen bereits deutlich auf den C64 voraus.

MenschenAlbert CharpentierRobert Yannes

Erwerbbar1980–ca. 1985

Computer History MuseumVIC-20-Chronik

1982

MAX Machine / Ultimax

Läuft auf: 6510 · VIC-II · SID · 2,5 KB RAM · Modulsystem

Die stark reduzierte Spielkonsole nutzte bereits die neuen C64-Chips. Sie erschien nur kurz in Japan und zeigt, dass VIC-II und SID zunächst auch für ein Konsolenkonzept gedacht waren.

Erwerbbar1982–1982

Commodore-Produktübersicht

1984

SX-64

Läuft auf: tragbarer C64 · Farbmonitor · integrierte 1541

Commodore packte C64, Diskettenlaufwerk und einen kleinen Farbbildschirm in ein transportables Gehäuse. Der schwere SX-64 war eher tragbar als mobil, aber technisch ein echter C64.

Erwerbbar1984–ca. 1986

Commodore-Produktübersicht

1984

C16, C116 & Plus/4

Läuft auf: 7501/8501 · TED-Chip · 16 oder 64 KB RAM

Die 264-Reihe sollte das preiswerte Segment neu ordnen. Sie bot mehr Farben und besseres BASIC, war wegen TED statt VIC-II/SID aber nicht C64-kompatibel. Der Plus/4 enthielt zusätzliche Bürosoftware.

MenschenBil HerdDave Haynie

Erwerbbar1984–ca. 1986

York University Museum

1985

Commodore 128, 128D & DCR

Läuft auf: 8502 plus Z80 · VIC-IIe plus VDC · 128 KB RAM

Drei Rechner in einem: eigener C128-Modus, fast vollständiger C64-Modus und CP/M über Z80. Die D-Modelle ergänzten ein Desktop-Gehäuse und ein eingebautes Diskettenlaufwerk.

MenschenBil HerdDave Haynie

Erwerbbar1985–ca. 1989

Commodore-Produktübersicht

1986

Commodore 64C

Läuft auf: C64-Technik · flaches Gehäuse im C128-Stil

Die überarbeitete Gehäuseform modernisierte das Erscheinungsbild, während Software und Anschlüsse C64 blieben. Spätere Platinen wurden kompakter und kostengünstiger produziert.

Erwerbbar1986–ca. 1994

Commodore-Produktübersicht

1990

C64 Games System

Läuft auf: C64-Technik ohne Tastatur · Module

Der C64GS sollte Commodores 8-Bit-Bibliothek als Konsole vermarkten. Ohne Tastatur und mit wenig speziell angepasster Software blieb das Gerät eine seltene Randnotiz.

Erwerbbar1990–ca. 1991

Commodore-Produktübersicht

1990

Commodore 65 / C64DX

Läuft auf: 4510 · VIC-III · 128 KB RAM · internes 3,5-Zoll-Laufwerk

Der geplante 8-Bit-Nachfolger erweiterte Grafik, BASIC und Taktfrequenz und sollte weitgehend C64-kompatibel bleiben. Commodore stoppte das Projekt; nur Prototypen überlebten.

Erwerbbar1990–1991

C64-Wiki

1993

VICE

Läuft auf: Windows, macOS, Linux und weitere Systeme

Der Versatile Commodore Emulator wuchs vom C64-Emulator X64 zur umfassenden Software-Suite für C64, C128, VIC-20, Plus/4, PET und weitere Commodore-8-Bitter.

Erwerbbar1993–heute

VICE-Handbuch

2004

C64 Direct-to-TV

Läuft auf: C64-on-a-Chip im Joystick · 30 eingebaute Spiele

Jeri Ellsworths C64DTV brachte einen C64-Nachbau direkt in einen Joystick. Hardware-Hacker ergänzten bei vielen Geräten Tastatur-, Laufwerks- und Joystickanschlüsse.

Erwerbbar2004–ca. 2005

Commodore-Produktübersicht

2018

THEC64 Mini

Läuft auf: ARM-System · Linux · VICE · HDMI

Die verkleinerte Plug-and-play-Version machte 64 vorinstallierte Spiele bequem zugänglich. Die Tastatur ist Dekoration; eigene Programme und Spiele lassen sich über USB starten.

Erwerbbar2018–heute

Retro Games

2018

Ultimate 64

Läuft auf: C64-Ersatzplatine · FPGA · optional echte SID-Chips

Gideon Zweijtzers Mainboard bildet den kompletten C64 in FPGA-Logik nach und passt in klassische oder neue Gehäuse. HDMI, USB, Ethernet und eine integrierte 1541 Ultimate gehören dazu.

MenschenGideon Zweijtzer

Erwerbbar2018–in Varianten weitergeführt

Ultimate64 – Über das Projekt

2019

THEC64

Läuft auf: ARM-System · Linux · VICE · funktionierende Tastatur

Die Full-Size-Version kombiniert das bekannte Brotkastenformat mit einer echten Tastatur, HDMI und USB. Neben C64 bietet sie auch einen VIC-20-Modus.

Erwerbbar2019–heute

Retro Games

2019

MiSTer FPGA – C64 Core

Läuft auf: Terasic DE10-Nano · Cyclone-V-FPGA

Auf dem MiSTer ist der C64 einer von vielen umschaltbaren Hardware-Cores. Der Ansatz bildet die digitale Logik parallel nach und verbindet sie mit modernen Displays und Speichermedien.

Erwerbbar2019–heute

MiSTer-Dokumentation

2022

MEGA65

Läuft auf: echter FPGA-8-Bit-Rechner · C65- und C64-kompatibel

Der MEGA65 verwirklicht die Idee des nie erschienenen C65 als offenen, modernen 8-Bit-Computer. Mechanische Tastatur, internes Laufwerk, HDMI, Ethernet und SD-Karten ergänzen das klassische Konzept.

Erwerbbar2022–heute in Chargen

MEGA65MEGA65 Welcome Guide

2025

Commodore 64 Ultimate

Läuft auf: Artix-7-FPGA · vollständiges Gehäuse · moderne und originale Ports

Die neue Commodore-Marke führt Gideon Zweijtzers FPGA-Linie als fertigen C64 weiter. Das System kombiniert HDMI, USB, WLAN und Ethernet mit Modul-, Datasette-, IEC- und Joystickanschlüssen.

Erwerbbar2025–heute

Commodore

2026

THEC64 Handheld

Läuft auf: mobiles Emulationsgerät · 4,3-Zoll-Display · microSD

Der C64 wird tragbar: Das angekündigte Handheld kombiniert eingebaute Spiele mit einem eigenen Display, Tasten, microSD und USB-Anschluss für externe Tastatur oder Joystick.

Erwerbbar2026–Vorbestellung

Retro Games

Und jetzt?

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Als Nächstes vergleichen wir Originalgerät, Emulator, FPGA-Mainboard und fertige Neuauflage nach Preis, Aufwand, Latenz, Anschlüssen und Originaltreue.